
Wettbewerbsrecht
Das Wettbewerbsrecht ist ein Teil des Rechts, der sich mit der Regulierung von Wettbewerb in einer Marktwirtschaft beschäftigt. Es beinhaltet Regeln und Gesetze, die dazu dienen, unlauteren Wettbewerb zu verhindern und sicherzustellen, dass die Verbraucher fair behandelt werden. Dazu gehört beispielsweise das Verbot von Preisabsprachen zwischen Unternehmen, die Verwendung irreführender Werbung oder die Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung.

Welche Eigenschaften hat ein gute Anwalt für Wettbewerbsrecht und nach welchen Kriterien wählt man diesen aus?
- Fachkompetenz: Der Anwalt sollte sich gut mit den Gesetzen und Regelungen des Wettbewerbsrechts auskennen und in der Lage sein, komplexe Sachverhalte schnell zu erfassen und zu analysieren.
- Erfahrung: Erfahrung in der Beratung und Vertretung von Unternehmen und Personen in Wettbewerbsrechtsstreitigkeiten ist wichtig, um die Möglichkeiten und Risiken einer Angelegenheit richtig einschätzen zu können.
- Kommunikationsfähigkeit: Ein guter Anwalt sollte in der Lage sein, seine Argumente klar und überzeugend zu präsentieren und auch komplexe Sachverhalte verständlich erklären zu können.
- Verhandlungsgeschick: Ein Anwalt für Wettbewerbsrecht sollte in der Lage sein, erfolgreich Vergleiche und Einigungen auszuhandeln.
- Netzwerk: Ein guter Anwalt sollte ein umfangreiches Netzwerk von Experten, z.B. Wirtschaftsprüfern, haben und schnell Zugang zu entsprechenden Fachexperten haben.

Was ist die Geschichte zum Wettbewerbsrecht?
Die Geschichte des Wettbewerbsrechts reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. In Europa entstanden in dieser Zeit erste Gesetze, die sich mit unlauterem Wettbewerb und Kartellen befassten. In Deutschland wurde das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) von 1896 erlassen, welches sich hauptsächlich gegen betrügerische Geschäftspraktiken richtete.
In den USA wurde 1890 das Sherman Antitrust Act verabschiedet, das sich gegen Kartellbildung und Monopole richtete. Dieses Gesetz diente als Grundlage für die späteren Entwicklungen im Wettbewerbsrecht in den USA.
Während des 20. Jahrhunderts entstanden weltweit zunehmend Gesetze und Regelungen zum Wettbewerbsrecht, insbesondere im Zusammenhang mit der Regulierung von Kartellen und Monopolen. In Europa wurde 1957 die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beschlossen, was zur Schaffung eines gemeinsamen Wettbewerbsrechts führte.

Mit der Gründung der Europäischen Union (EU) und der Schaffung des Binnenmarkts wurden die Regelungen zum Wettbewerbsrecht in Europa weiter verschärft und harmonisiert. Heute gibt es in vielen Ländern weltweit spezialisierte Behörden, die sich mit der Durchsetzung des Wettbewerbsrechts befassen und Unternehmen und Personen davor schützen, unlautere Wettbewerbspraktiken auszuführen.