
Bankenrecht
Das Bankenrecht ist ein Teilbereich des Finanzrechts, der sich mit den Regeln und Vorschriften beschäftigt, die für Banken und andere
Finanzinstitute gelten. Dazu gehören unter anderem Regelungen zur Kreditvergabe, zur Einlagensicherung, zur Aufsicht und zur Haftung von
Banken.
In Deutschland ist das Bankenrecht vor allem in den Gesetzen zur Kreditwirtschaft (Kreditwirtschaftsgesetze) geregelt. Dazu gehören unter
anderem das Kreditwesengesetz (KWG) und das Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG).
Das Kreditwesengesetz regelt die Tätigkeit von Kreditinstituten und Finanzdienstleistern und die Aufsicht durch die BaFin. Es enthält
Vorschriften zur Geschäftsführung, zur Eigenkapitalausstattung, zur Risikosteuerung und zur Berichterstattung von Banken.
Ein weiteres wichtiges Gesetz im Bankenrecht ist das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das die Regelungen für den Handel mit Wertpapieren
enthält.
In vielen Ländern gibt es auch spezielle Vorschriften für den Umgang mit Kundengeldern und -einlagen (z.B. Einlagensicherungsgesetz),
sowie Regelungen zur Insolvenz von Banken (z.B. Insolvenzordnung für Kreditinstitute).
Es gibt auch internationale Regelungen, die für Banken gelten, wie zum Beispiel die Baseler Aufsichtsrechte.

Welche Eigenschaften hat ein gute Anwalt für Bankenrecht und nach welchen Kriterien wählt man diesen aus?
Mögliche Kriterien für die Auswahl eines passenden Rechtsanwaltes im Bereich Bankenrecht könnten folgende sein:
Es gilt jedoch, dass es im Jura nicht wirklich eine Spezialisierung gibt. Jeder Rechtsanwalt ist umfassend ausgebildet, dazu kommt dass sich Rechtsfälle nicht auf ein Rechtsgebiet einschränken lassen und in den meisten Fällen auch andere Rechtsbereiche umfassen. Es mag sein, dass es Rechtsanwälte häufiger als andere mit bestimmten Rechtsgegebenheiten zu tun haben und daher "mehr Übung" haben, aber jeder Anwalt kann im Grundsatz jedes Gebiet behandeln.
Was ist die Historie des Bankenrechts?
Die Historie des Bankenrechts reicht weit zurück und hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Im Mittelalter gab es in Europa bereits Banken, die sich hauptsächlich mit dem Geldwechsel und dem Wechselgeschäft beschäftigten. Allerdings gab es damals keine spezifischen Regelungen für Banken und das Bankenrecht entwickelte sich erst im Laufe der Zeit.Im 18. Jahrhundert entstanden in Europa die ersten modernen Banken, die sich mit Kreditvergabe und Einlagensammelgeschäft beschäftigten. Mit der Entstehung dieser Banken begann auch die Entwicklung von spezifischen Regelungen für das Bankenwesen.

Im 19. Jahrhundert entstanden in Europa und den USA erste Gesetze, die die Tätigkeit von Banken regelten, wie zum Beispiel das Bankengesetz von 1844 in Preußen und das National Banking Act von 1863 in den USA. Diese Gesetze regelten unter anderem die Einlagensicherung und die Aufsicht über Banken.
In der Zeit zwischen den Weltkriegen entstanden in Europa und den USA weitere Gesetze, die das Bankenwesen regelten, wie zum Beispiel das Kreditwesengesetz (KWG) von 1934 in Deutschland.
Nach dem zweiten Weltkrieg entstanden internationale Regelungen, die für Banken gelten, wie zum Beispiel die Baseler Aufsichtsrechte. Diese Regelungen haben dazu beigetragen, das Risiko von Bankenpleiten zu reduzieren und die Stabilität des Finanzsystems zu fördern.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bankenrecht weiter entwickelt und angepasst, um den sich verändernden Anforderungen des Finanzsystems und der Gesellschaft gerecht zu werden, wie zum Beispiel durch die Einführung von Regulierungen im Zusammenhang mit der Finanzkrise von 2008.